Am 06.03.20 lud die Raiffeisenagrar zu einer Vortragsveranstaltung, rund um das Thema Grünland, im Gasthof Reinermann, Schwagstorf ein. In drei Themenblöcke gegliedert, wurden den rund 30 Zuhörern die Bedeutung der Bodenprobennahme, Strategien & Maßnahmen bei der Grünlandpflege und Auswirkungen auf die Fütterung vorgestellt.

Gerrit Rietmann, Raiffeisenagrar, stellte die neue Dienstleistung im Bereich Bodenprobennahme durch die Raiffeisenagrar vor. Er wies darauf hin, dass es sinnvoll ist, die Probenentnahme teilflächenspezifisch durchzuführen. So kann der Nährstoffbedarf der Ackerflächen exakt bestimmt und die Dünger bedarfsgerecht ausgebracht werden. Dadurch erhöht sich die Effizienz der ausgebrachten Nährstoffe und die Voraussetzungen für einen maximalen Ertrag sind geschaffen.

Der Spezialberater der Agravis Dr. Stefan Wichmann im Bereich Grünland, stellte noch einmal die Bedeutung der im Frühjahr anstehenden Pflege und Düngungsmaßnahmen heraus. In seinem Vortrag wurde deutlich, dass durch eine ganzjährige Pflege des Grünlandes höhere Erträge und bessere Qualitäten erreicht werden. Außerdem sollten die Landwirte ihre Bestände immer im Blick behalten und kontrollieren, ob sich unerwünschte Gräser angesiedelt haben. Darüber hinaus verwies er auch auf die Zusammensetzung verschiedener Grassorten. Durch die Aussaat von spät blühenden Grasmischungen, kann der Zeitraum des Erntefensters verlängert werden. Dies gewährleistet auch bei unbeständigen Witterungsbedingungen gute Qualitäten.

Dominik Berens und Florian Feldmeier, Raiffeisenagrar, thematisierten die Vorteile einer intensiven Grünlandnutzung in Bezug auf die Fütterung. Das Ziel ist es, schmutzarme und hochwertige Silagen zu ernten. Um dies zu erzielen, sollten die Landwirte auch bei der Ernte ein besonderes Augenmerk auf die Einstellung der Ernte- und Bergefahrzeuge legen. Nur so lassen sich die Grundfutterkosten senken. Florian Feldmeier verdeutlichte die Höhe der Futterkosten bei unterschiedlichen Grassilagequalitäten. Durch hochwertige Grassilagen lässt sich der Einsatz und Zukauf von Kraftfutter reduzieren. Das schont neben der Tiergesundheit auch den Geldbeutel und steigert die Erlöse.